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Wie Arbeitnehmende Energiekosten im Homeoffice sparen können

25.09.2022 08:00:00

Dass Homeoffice seine Vor- und Nachteile hat, ist jedem Mitarbeitenden bewusst. Vor allem nach der Homeoffice-Pflicht konnte sich ein Großteil der Beschäftigten ein Bild darüber machen, wie man selbst das Arbeiten von zu Hause empfindet. Über die Pros und Contras des Homeoffice haben wir in einem vorherigen Blogbeitrag schon einmal gesprochen. Dabei wurde als ein Nachteil die auf den Arbeitnehmenden zukommenden Kosten im Homeoffice gesprochen. Vor allem die Energiekosten sind nun ein großes Thema, besonders im Hinblick auf die steigenden Strom- und Gaspreise.  

Wie kann im Homeoffice Strom gespart werden? Welche Kosten kommen auf einen zu und was wird übernommen? 

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Mit welchen Kosten müssen Arbeitnehmende rechnen?

Die Stromrechnung soll laut dem Vergleichsportal Check24 (2021) für Personen, die das ganze Jahr im Homeoffice arbeiten, um bis zu 94 Euro höher ausfallen. Im Schnitt zahlten Arbeitnehmende im Jahr 2021 31,9 Cent pro Kilowattstunde. Im Jahr 2022 war der Preis schon bei 37,14 Cent pro Kilowattstunde (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, 2022), momentan liegt er bei knapp 40 Cent pro Kilowattstunde (Verivox, 2022). Das Energievergleichsportal Energiemarie schätzt den durchschnittlichen Strompreis zu Mitte 2022 um 15,5 Prozent höher als im Jahr zuvor ein. Das bedeutet für den Verbrauchenden, dass dieses sich in einer erhöhten Stromrechnung widerspiegeln wird.  
Und auch die Gaskosten sind abhängig davon, wie im Homeoffice geheizt wird. Diese Kosten steigen noch mehr als die des Stroms. Anfang Juli kostete eine Megawattstunde Gas 148 Euro (Vergleichsportal Check24, 2022). Im Vergleich zu Mitte Juni ist das eine Erhöhung von 74 Prozent.  

Sechs Tipps, im Homeoffice Energie zu sparen  

Nicht nur für den eigenen Geldbeutel ist das Sparen von Gas und Strom von Vorteil, sondern auch für mehr Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz sowie den Klimaschutz. Es gibt Tipps und Tricks, wie im Homeoffice Strom gespart werden kann.   Tipps

Die sechs Tipps zum Energiesparen:  

  1. Tipp: Bewusstsein über den Stromverbrauch der Geräte schaffen 

Bevor gespart wird, sollte sich jedoch erst einmal bewusst gemacht werden, dass alle elektronischen Geräte, die im Homeoffice genutzt werden, Strom verbrauchen. Das eine mehr und das andere weniger. Anhand einer Formel kann berechnet werden, wie viel das Gerät verbraucht.  

Leistung des Geräts (in Watt) x Gebrauchszeit (in Stunden) = Stromverbrauch in Wattstunden (Wh) 
Um den Stromverbrauch in Kilowattstunden (kWh) zu erhalten, muss der Wert in Wattstunden durch 1000 geteilt werden.
Beispielsweise hat ein einfacher Office-PC eine typische Leistungsaufnahme von 175 Watt. Das bedeutet, dass dieser bei einer Laufzeit von acht Stunden 1400 Wattstunden (175 Watt x 8 h) an Strom verbraucht. Das entspricht 1,4 Kilowattstunden. Wenn sich der aktuelle Strompreis von 40 Cent pro Kilowattstunde vor Augen gehalten wird und man von einer durchschnittlichen Jahresarbeitszeit von 1.602,5 Stunden bei einem Vollzeiterwerbstätigen in Deutschland (Stand: 2021) ausgeht, dann kommt man auf Stromkosten von 112,18 Euro im Jahr (175 W x 1602,5 h = 280.437,5 Wh/ 1000 = 280,44 kWh * 0,40 € =112,18 €).  

  1. Tipp: Lieber mal zum kleineren Gerät greifen & passende Einstellungen vornehmen

Je kleiner und neuer das Gerät ist das Arbeitsgerät ist, desto weniger Strom verbraucht es. Ein moderner PC mit Mehrkern-Prozessor und Grafikkarte verbraucht ca. 135 Watt pro Stunde. Ein Laptop, etwa 39 Watt bzw. 0,03 kWh Strom pro Stunde. Ein Tablet sogar nur 4 Watt pro Stunde. Deshalb ist es durchaus sinnvoll zu überlegen, ob bestimmte Tätigkeiten auch über das Tablet erledigt werden könnten.  
Darüber hinaus gibt es weitere Tipps, den individuellen Stromverbrauch der technischen Geräte zu reduzieren:  

  • Helligkeit des Displays verringern 
  • Nicht benötigte Smartphone-Dienste deaktivieren (z. B. GPS, Bluetooth, WLAN) 
  • Energiesparmodus bei den Geräten einschalten  
  • Nicht benötigte Computerprogramme sowie Apps schließen (verbrauchen sonst weiterhin Strom und verlangsamen das Gerät) 
  1. Tipp: Ruhemodus vermeiden

Kennen Sie das auch? Nach getaner Arbeit wird der Laptop einfach zugeklappt, ohne dass er ausgeschaltet wird. Somit sind am nächsten Morgen die geöffneten Tabs noch vorhanden und es kann an dem Punkt weitergearbeitet werden, an dem man den Tag zuvor stehen geblieben ist. Auch wenn der Standby-Modus eingeschaltet ist, verbrauchen technische Geräte Strom. Deshalb sollten Laptop, Rechner, Desktop als auch die Schreibtischlampe nach der Arbeit ausgeschaltet werde. 

  1. Tipp: Richtiges Licht wählen 

Tageslicht ist in den Arbeitsräumen wichtig, da damit am produktivsten gearbeitet werden kann. Nicht nur dieses ist ein Grund, seinen Arbeitsplatz in der Nähe eines Fensters zu haben, sondern ebenfalls die Energieersparnis von Lampen. Wenn gegen Abend oder aufgrund von der dunklen Jahreszeit eine Lampe gebraucht wird, sollte eine LED-Lampe genutzt werden und keine Glüh- oder Halogenleuchten. Der Verbrauch an Strom ist bei einer LED-Lampe um 85 bis 90 Prozent geringer als von Glüh- und Halogenleuchten. 

Tipp 5: Gerätekauf hinterfragen 

Ältere elektronische Geräte sind enorm stromverbrauchend, wenn der Akku nicht mehr richtig funktioniert. Wenn ein neues Gerät angeschafft wird, sollte darauf geachtet werden, dass Verschleißteile wie der Akku auszutauschen sind und der angegebene Stromverbrauch beachtet werden.  

Tipp 6: Gleichmäßige Temperatur 

Winterzeit heißt Heizen: Vor allem wenn der ganze Tag sitzend vor dem Arbeitslaptop verbracht wird. Das kann in diesem Jahr zu hohen Heizkosten führen. Deshalb ist es wichtig, dass die Räume auf konstanter Temperatur gehalten werden. Das ist energiesparender als einen kalten Raum in kürzester Zeit aufzuwärmen. Die ideale Raumtemperatur des Arbeitsplatzes liegt laut der Arbeitsstättenverordnung bei 22 Grad Celsius.  

Die Unternehmen sparen Kosten – Was ist mit den Arbeitnehmenden?  

Unternehmen sparen Kosten, wenn Arbeitnehmende im Homeoffice sind. Es fallen z. B. weniger Kosten für Computer, Drucker und den Kaffeeverbrauch an. Bei Mitarbeitenden, die nur teilweise im Homeoffice sind, hat das Unternehmen keine Verpflichtung, die für den Arbeitnehmenden anfallenden Kosten zu übernehmen. Verpflichtet sind sie nur, wenn Homeoffice dauerhaft geplant ist und kein Arbeitsplatz für den Mitarbeitenden im Unternehmen eingerichtet ist.  

Homeoffice-Pauschale – Steuerlich abzusetzende Energiekosten 

Die Arbeitnehmenden sollen entlastet werden, z. B. aufgrund der höheren Heizungs- und Stromkosten, die durch das Arbeiten im Homeoffice anfallen. Die Pauschale ist auf die Jahre 2020, 2021 und 2022 begrenzt. Pro Tag im Homeoffice können fünf Euro angesetzt werden, maximal 600 Euro im Jahr. Das entspricht 120 Homeoffice-Tagen á fünf Euro. Wer mehr von zu Hause arbeitet, kann dieses nicht anrechnen. 
Die Summe wird zu den Werbungskosten gezählt, für die allen Steuerzahlenden pauschal 1000 Euro angerechnet werden. Hier erfahren Sie mehr zu dem Thema.  

Homeoffice in der Personaleinsatzplanung berücksichtigen 

Mit einer Software für digitale Personaleinsatzplanung haben Sie nicht nur die Möglichkeit, den Einsatz der Mitarbeitenden automatisch – auf einen Klick – zu planen, sondern auch die Örtlichkeiten des Einsatzes mitzuberücksichtigen. Das ist vor allem von Bedeutung, wenn es mehr Mitarbeitende gibt als Arbeitsplätze. Demnach kann mit einer Software automatisch beachtet werden, dass nur so viele Beschäftigte im Betrieb anwesend sind, wie auch Arbeitsplätze vorherrschen. Gleichzeitig müssen in einigen Unternehmen eine bestimmte Anzahl an Mitarbeitenden vorhanden sein. Das bedeutet, dass nicht alle Angestellten im Homeoffice arbeiten können. Das können Sie in der Software für die Personaleinsatzplanung definieren und somit eine faire Planung ermöglichen.  

In der Planungsansicht können Sie auf einem Blick sehen, welche Mitarbeitenden sich an welchem Arbeitsplatz befinden. Darunter zählt z. B. auch Homeoffice.  

Ansicht Planung

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Jasmin Sturm

Geschrieben von Jasmin Sturm

Der Sonnenschein unseres Teams: Immer fröhlich und tatkräftig füllt Jasmin als Social Media-Verantwortliche unsere sozialen Kanäle mit Leben. Als studierte Markt- & Konsumentenpsychologin ist sie in unserer Redaktionsplanung nicht mehr wegzudenken.

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