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Menschen machen Projekte: Führung und Motivation in Projektteams

Verl, 13.09.2016 Der Hauptbestandteil eines jeden Projekts sind die Menschen. Die größte Herausforderung besteht dann darin, die richtigen Mitarbeiter an der richtigen Stelle einzusetzen. Drei wichtige Faktoren müssen dabei berücksichtigt werden: Die Zusammensetzung des Teams, der richtige Einsatz von Führungskompetenzen und die Kunst der Motivation. Der Projektleiter hat die Aufgabe die Komponenten zu erkennen und so zu steuern, dass aus einzelnen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Talenten eine gute Zusammenarbeit wird, die zu einem erfolgreichen Projektabschluss führt. Aber wie kann dies gelingen?

Eine wichtige Grundlage für eine gute Führung in Projekten ist die Zusammensetzung der Teams. Erfahrungen zeigen, dass insbesondere heterogene Gruppen von Vorteil sind. Nach der Definition versteht man unter heterogenen Teams, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedene Potenziale haben und somit typologisch und methodisch unterschiedlich sind. Ein erfolgreiches Projekt basiert auf verschiedenen Charakteren, denn nur daraus können Synergieeffekte entstehen. Unter anderem hat dies bei den Mitarbeitern zur Folge, dass jeder einen persönlichen Nutzen davon hat und lernt, effektiver und effizienter zusammenzuarbeiten. Auch die Ausprägung der sogenannten „emotionalen Intelligenz“ ist unterschiedlich. Dieses sozialwissenschaftliche Modell stammt von den Forschern Goleman, Boyatzis und McKee und beschreibt acht Arten der Intelligenz. Sie umfassen verschiedene Fähigkeiten, die sich in Bereiche wie sprachliche, sozio-emotionale oder interpersonale Intelligenz unterteilen lassen. Die Herausforderung für den Projektleiter besteht darin, die individuell unterschiedlichen Ausprägungen zu identifizieren und dann in einem weiteren Schritt auch zu fördern.

Doch was hat das genau mit Führung in einem Projekt zu tun? Die Kunst des Führens besteht darin, das Können und das Wollen der Mitarbeiter in ein ergebnisorientiertes Machen umzuwandeln, sodass ein definiertes Ziel in der vorgegebenen Zeit mit der passenden Qualität erreicht wird. Dafür kommen verschiedene Führungsstile in Frage. Welcher der richtige ist, hängt stark von der Persönlichkeit des Projektleiters aber ebenso von der Situation und dem Kenntnis-, Wissens- und Erfahrungsstand der Mitarbeiter ab. Alle Führungsstile lassen sich grundsätzlich in vier Grundrichtungen einteilen.

Steuerndes Verhalten

Der vierte Quadrant des Instruierens (unten rechts) beschreibt einen Stil, der hochgradig aufgabenorientiert ist. Es gibt klare Anweisungen und Mitarbeiter werden insbesondere zum Projektstart und -abschluss angewiesen. Im ersten Quadranten mit dem Fokus auf Unterstützen (oben rechts) stehen Mitarbeiterorientierung und Aufgabenorientierung im Vordergrund. Das bedeutet die Mitarbeiter werden nicht zu eng geführt, sondern entsprechend ihrer Kompetenzen eher trainiert.
Der zweite Quadrant (oben links) beschreibt das Trainieren als Führungsstil und ist dabei zwar ebenfalls stark mitarbeiterorientiert, dafür aber gering Aufgabenorientierung. Hier werden Mitarbeiter durch ihren Projektleiter bei ihren Aufgaben während der Projektdurchführung unterstützt und ermutigt.
Der letzte Quadrant (unten links) bezieht sich auf das Delegieren und sowohl Mitarbeiter- als auch Aufgabenorientierung gestalten sich hier sehr niedrig. Der Projektleiter überträgt Verantwortung für Entscheidungen auf sein Projektteam und vernachlässigt somit seine eigene Verantwortung.
Die Frage ist nun, wie effektiv jede dieser Grundrichtungen ist? In Bezug auf die Effektivität von Führungsstilen lassen sich diese in drei umfangreiche und allgemein bekannte Kategorien unterteilen. Der Laissez-faire Führungsstil umfasst die unterste Stufe mit der geringsten Effektivität. Dazu gehören vor allem auch die Führungsstile aus dem dritten Quadranten. Hier ist jeder für sich selbst verantwortlich und die eigentlichen Qualitäten eines Mitarbeiters werden nicht berücksichtig oder gefördert. Führen durch Vereinbaren ist ein Führungsstil mit einem mittleren Effektivitätsniveau. Er ist ein klassischer Führungsstil in vielen mittelständischen Unternehmen. Auszeichnen tut er sich durch Mitarbeitergespräche, Vereinbarungen von Zielen und Anreize für Erfolge. Die höchste Effektivitätsstufe erreicht das Führen durch Gestalten. Der Begriff Gestalten bildet dabei eine Weiterentwicklung zum Vereinbaren. Es geht bei diesem Führungsstil darum, die ideale Balance zwischen personaler Autorität und Verantwortung zu finden. Dieser Stil ist hauptsächlich für Großprojekte geeignet, da eine Bewegung und Inspiration entsteht, die bei massiven Veränderungen zum Erfolg führen kann.
Zusammenfassend gibt es einen bunten Strauß an verschiedenen Führungsstilen, die sich eine Projektleitung zu eigen machen kann oder auch sollte. Es gibt aber nicht den einen perfekten Führungsstil. Jedes Projekt ist anderes und individuell zu betrachten. Gleiches gilt auch für das Projektteam und den Projektleiter. Nur wenn individuelle Lösungen getroffen werden können, kann das Projekt gemeinsam erfolgreich umgesetzt werden.

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